Die Fußwaschung
Was tut Jesus, obwohl er weiß, dass er keine 24 Stunden mehr zu leben hat?
Er holt sich eine Schürze und eine Waschschüssel und geht auf die Knie, um seinen Jüngern die Füße zu waschen. Worum geht es denn da?
Jesus erklärt es selbst: „Ein Beispiel habe ich euch gegeben.“ Es geht also nicht um eine Hygienemaßnahme. Die Fußwaschung der Jünger durch Jesus zur Reinigung – eigentlich ein Sklavendienst – ist nach Johannes 13, 4 ff. Zeichen des Dienens und der Gemeinschaft und gleichzeitig höchster Liebesbeweis Jesu gegenüber seinen Jüngern. Dieser Dienst, den Jesus seinen Jüngern erwiesen hat, verpflichtet die Jünger zu entsprechendem Dienst. Es geht um eine Lebenseinstellung, um eine innere Haltung der Dienstbereitschaft und Liebe. Wenn Jesus seinen verdutzten Jüngern empfiehlt: „So sollt ihr einander die Füße waschen“, dann meint er: So sollt ihr einander dienen. Ihr sollt als Christen nicht übereinander herrschen, nicht aufeinander herumtrampeln, nicht einer den anderen niedermachen. Ich erwarte von euch als solchen, die mir nachfolgen, dass ihr dienstbereit seid und dass ihr liebevoll miteinander umgeht. Jesus geht es um Gemeinschaft und um eine Lebenseinstellung, die von Liebe geprägt ist.
Wasser steht also auch für Gemeinschaft. Ein einzelner Tropfen ist nicht viel. Aber viele Wassertropfen zusammen ergeben ein großes Meer. So bilden alle, die sich an Gott und sein Wort halten, eine große Gemeinschaft.
