Wasser kann auch lebensbedrohlich sein

Wasser ist in der Vorstellung des Alten und Neuen Testaments ein lebenserhaltendes, aber auch ein lebensbedrohendes Element.

In der so genannten Urgeschichte am Anfang der Bibel folgt auf die Schöpfungsgeschichte schon bald die Erzählung über die Sintflut und über die Bewahrung der Welt und der Menschheit vor der vernichtenden Flutkatastrophe (Genesis 5), in welcher die bedrohliche Seite  des  Wassers deutlich wird.

Das unergründliche Meer gilt als lebensbedrohlich (Jesaja 17), als Ursprung des Bösen  (Psalm 104) und der Ungeheuer (Jesaja 27). Das Meer ist Sinnbild des Totenreiches (Hesekiel 26) und wird in der kommenden Welt nicht mehr existieren (Offenbarung 21).

Auch in der Geschichte von der Sturmstillung (Markus 4, 35 ff) kommt die bedrohliche Seite des Wassers zum Vorschein. Indem Jesus die Jünger aus der Seenot rettet, erweist er sich als Herr über die Kräfte der Natur.

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