Geschichte

Kapelle

Im Gegensatz zu den meisten Baptistengemeinden in Deutschland hat unsere Gemeinde ihre Entstehung nicht dem Wirken von Johann-Gerhard-Oncken in Hamburg zu verdanken. Unsere Wurzeln liegen vielmehr in der Schweiz.

In einer Zeit, als es für Handwerker noch selbstverständlich war auf Wanderschaft zu gehen, kamen Johannes Schwarzkopf, Glaser aus Laufen und Jakob Herre, Schuhmacher aus Zillhausen, in Horgen am Züricher See zum Glauben und ließen sich dort im Jahre 1850 taufen. Diese beiden sind zusammen mit ihren Familien als Anfang unserer Gemeinde zu betrachten. 

Als 1869 der Prediger Liebig die Leitung der Gemeinde Stuttgart übernahm, betreute er auch die Baptisten in Zillhausen und Umgebung. Was sich selbständig von der Schweiz her entwickelt hatte, ging damit ein in den „Bund der deutschen Baptisten“. 

Im September 1906 wurde eine kleine Kapelle am Ortseingang fertig gestellt. 

Durch das segensreiche Wirken der Prediger Emil Müller, Carl Neuschäfer, Richard Haberkorn, H. Rockel, Link und Grüber erreichte die Gemeinde bis 1938 eine Mitgliederzahl von 120. In den Jahren 1943 – 1949 erlebte die Gemeinde durch die Aufnahme und planmäßige Umsiedlung baptistischer Flüchtlingsfamilien aus den Ostgebieten ein beachtliches Wachstum um etwa 100 Mitglieder.

Von Zillhausen aus wurden die Gemeinden in Schwenningen a. N. und die Gemeinde in Tuttlingen tatkräftig und finanziell unterstützt. 1949 wurde die Stationsgemeinde in Balingen gegründet.

Einen besonderen Festtag feierte die Gemeinde am 1. Dezember 1968 mit der Einweihung der neuen Kapelle, die nach 2-jähriger Bauzeit, die von hohen Eigenleistungen geprägt war, fertig gestellt werden konnte.

1982 wurde in Balingen ein neues Gemeindehaus bezogen. 1988 wurde die bisherige Stationsgemeinde in die Selbständigkeit entlassen.

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